
[Pressemitteilung vom 9. Januar 2012]
Die Linksjugend setzt sich für eine Besserstellung junger Asylsuchender in Mannheim ein. Die Stadt Mannheim sollte sich im Rahmen ihrer Möglichkeiten für humane Lebensbedingungen aussprechen, so die jungen Linken. Neben einer grundsätzlichen Besserstellung wird als erste Maßnahme gefordert, jungen Asylsuchenden einen kostenfreien Zugang zu sportlichem Engagement und künstlerisch-musischen Angeboten zu ermöglichen.
„Die Jugendzeit ist für jeden Menschen eine entscheidende Lebensphase. Auch Asylsuchende haben das Recht auf eine freie persönliche Entfaltung in ihrer Jugend. Die Stadt Mannheim sollte deshalb jungen Asylsuchenden wenigstens ein sinnvolles Freizeitangebot ermöglichen. Das ist zwar nur ein Tropfen auf den heißen Stein, aber immerhin eine kleine Abwechslung im oft tristen Alltag. Dass seit dem vergangenen Jahr junge Asylsuchende für drei Euro im Monat das MAXX-Ticket erwerben können, war bereits ein Schritt in die richtige Richtung“, erklärt Linksjugend-Kreissprecher Julien Ferrat.

„Die Stadt Mannheim muss sich endlich für eine menschenwürdige Unterbringung aller Asylsuchender und eine Abkehr vom Gutscheinsystem aussprechen. Viereinhalb Quadratmeter Lebensraum und monatlich 20,45 Euro für Kinder bzw. 40,90 Euro für Jugendliche und Erwachsene zur freien Verfügung, reichen nicht ansatzweise für eine altersgemäße Lebensgestaltung aus. Gerade nach der Unterstützung des Resettlement-Programms des Flüchtlingshochkommissariats der Vereinten Nationen (UNHCR) durch die Stadt Mannheim, welches sich für eine weitere Aufnahme von Flüchtlingen in Not ausspricht, muss hier etwas unternommen werden“, fordert Linksjugend-Kreisgeschäftsführer Marc Schneider.


