Am 26. Mai 2011 haben der Jugendverband und die Hochschulgruppe der Partei DIE LINKE die Podiumsdiskussion „Wem nützt das Bachelor/Master-System?“ in der Universität Mannheim veranstaltet. Auf dem Podium diskutierten Gesine Lötzsch (DIE LINKE), Julien Ferrat (Die Linke.SDS) und Sarah Hermes (Linksjugend) über die veränderten Studienbedingungen durch den Bologna-Prozess.

Mit mehr als 50 Studierenden im Publikum war der Hörsaal EW 154 bis auf den letzten Platz gefüllt. Schwerpunkt der Veranstaltung waren die konkreten Auswirkungen des Bachelor/Master-Systems auf den Alltag der Studierenden. Kritisiert wurde, dass infolge der zunehmenden Anwesenheitspflicht Studentinnen und Studenten mit Kind das Studium erschwert wird. Außerdem wurden die Verschulung und die Reduzierung der Regelstudienzeit als klare Mängel der Bologna-Reform betrachtet.

Gesine Lötzsch stand als ehemalige wissenschaftliche Mitarbeiterin der Humboldt-Universität zu Berlin den Fragen der Studierenden Rede und Antwort. Nach einer lebhaften Diskussion endete die 90-minütige Veranstaltung mit dem Fazit, dass der Bologna-Prozess den Zugang zu fächerübergreifendem Wissen und studentisches Engagement im Vergleich zu den Diplom/Magister-Studiengängen erheblich erschwert.


